Affinity.AppImages unter Linux

Einleitung

Affinity (Designer, Photo und Publisher) und Affinity-V3 sind alternative Programme zu den bekannten Platzhirschen der Grafikindustrie: Adobe. Die Version 2 von Affinity war vor allem interessant, weil sie eine Alternative bot, die ohne Abo-Modell zu einem günstigen Preis professionelle Vektorgrafik- , Foto- und DTP-Werkzeuge liefert.
Die Version 3 ging noch einen Schritt weiter, was das Bezahlmodell anging. — Durch eine einfache Registierung hat man nun eine umfangreiche professionelle Software, die Vektorgrafik, Fotoedition und DTP in einem Programm zusammen vereint, ohne dabei Geld zu kosten. — Der Haken dabei ist die Abhängigkeit zu "Canvas", die dort direkt integriert ist und KI-Funktionalität und Cloud-Speicher via Abomodell anbietet.

Weil diese Software für viele Anwender gerade im Bereich des Grafikdesigns ein wirkliche Alternative ist, ist es nicht verwunderlich das viele Anwender bei einem Umzug auf Linux nicht auf diese Software verzichten möchten. — Offiziell existieren nur native Versionen für MACOS und Windows. — Schlimm genug?

Nein, denn durch AppImages wurde durch die Gemeinschaft der Nutzer um und herum Linux ein Weg ermöglicht Affinity-Programme leicht mit geringen Aufwand auf dem Linux Betriebssystem ausführbar zu integrieren. — Die AppImages sind dabei ein Container der als eine Art Sandkasten fungiert und die Einrichtung einer Wine-Umgebung vorbereitet. — Das funktioniert soweit sehr gut, wobei ich vor allem immer Probleme hatte mit der DPI-Darstellung nach der Installation.

AppImages ausführen

AppImages werden entweder über die Konsole einmalig aktiviert und ausgeführt, um dann immer wieder darauf zurückgreifen zu können. — Oder das Programm GearLevler, welches als Flatpak installiert werden kann.

Mit GearLevler ist es denkbar einfacher das Programm auszuführen und quasi selbsterklärend, wenn man mit der Benutzung von Programmen mit grafischer Benutzeroberfläche vertraut ist.

In der Konsole ist es auch recht simple zu machen, man öffnet via Alt-T eine neue Konsole am besten dort wo die AppImages dauerhaft gespeichert bleiben sollen. — Über den Befehl: 

chmod a+x Programm.AppImage

und dann können sie das Programm starten, ich empfehle den ersten Start grundsätzlich auf diese Weise:

./Progamm.AppImage

Lösung des Problems DPI-Darstellung

Die Lösung Problems mit der DPI-Darstellung ist mit weniger Aufwand zu lösen als man denkt. — Ist man zum ersten Mal mit diesem Problem konfrontiert, kann es schon etwas nervig sein. — Es ist aber recht schnell lösbar.

Im Home-Verzeichnis erstellt die Installation generelle Verzeichnisse die erforderlich sind um die Ausführung der Software nötig sind und Konfigurationseinstellungen für die Programmausführung.

Im Fall von Affinity werden je nach AppImage-Quelle alle Installationsdateien unter "$Home/.local/share/Affinity"  oder "$Home/.local/share/Affinity-V3" gespeichert. — Hier werden die Wine-Dateien angelegt und gespeichert, was eher als Beispiel dient, weil der Pfad könnte auch so aussehen: "$Home/.AffinityImage". — Das ist sehr abhängig von dem Ersteller das AppImages.

Haben Sie das Verzeichnis gefunden, vielleicht auch, weil es in der Dokumentation angegeben wurde, suchen sie die Datei "system.reg" und "userdef.reg". Diese Dateien öffnen Sie im Texteditor und suchen via STRG+F nach "LogPixel".  — Da hinter steht ein "dword"-Wert den sie einfach in der Folge verändern können. Beachten Sie allerdings bitte die Anzahl der Zahlen.

//Bei dem Zahlenwert handelt es sich um "00 00 00 00 00"
dword=00000060
//ändern in 
dword=00000125 

Mit einem Wert von 125 bin ich recht zufrieden, Sie können den Wert aber auch bieliebig andersweitig probrieren.

In der Regel muss dies aber nicht gemacht werden, weil im laufenden Prozess der Installation Wine die Einstellung via Schieberegler abfragt.

Andere Möglichkeiten

Neben den genannten Lösungen gibt es noch eine ganze Reihe weiterere Möglichkeiten Windows-Anwendungen via virtueller Maschine zum Laufen zu bringen. — Winapps und Winboat sind zwei mir bekannte Versionen von automatisierten Installationsprogrammen, die eine virtuelle Maschine aufsetzen und ins Linux-System integrieren.

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